Die AZUR 45 wird mit drei Volvo Penta IPS-Paketen angeboten. Das Einstiegspaket sind 2x IPS 600 mit 2x 440 PS; Optionen sind IPS 650 (2x 480 PS) und IPS 800 (2x 600 PS). Die AZUR 45 erreicht je nach Motorisierung 30+ Knoten, die Wahl hängt also davon ab, wie Sie die Yacht nutzen: entspanntes Fahren, längere Strecken oder mehr Leistungsreserve.
Dieser Ratgeber erklärt, was jede Option bietet, was IPS-Pods auf einer Yacht dieser Größe bringen und wie Sie sich entscheiden.
Die vier Optionen auf einen Blick
| Paket | Leistung pro Motor | Gesamtleistung | Typischer Eigner |
|---|---|---|---|
| 2x IPS 600 (Einstieg) | 440 PS | 880 PS | Entspannte Tages- und Wochenendfahrten |
| 2x IPS 650 | 480 PS | 960 PS | Etwas mehr Reserve, gemischte Nutzung |
| 2x IPS 800 | 600 PS | 1.200 PS | Maximale Leistung |
Die AZUR 45 hat eine maximale Verdrängung von 16.600 kg und einen Hard-Chine-Aluminiumrumpf, konstruiert von Navyk. Der Rumpf ist für 30+ Knoten ausgelegt, und die Motorwahl entscheidet, wo Sie in diesem Bereich liegen.
Was IPS-Pods bringen
Volvo Penta IPS ist ein Pod-Antriebssystem. Statt Welle und Ruder treibt jeder Motor einen Pod unter dem Rumpf an, mit nach vorn gerichteten, gegenläufigen Doppelpropellern, der lenkt, indem sich der ganze Pod dreht. Auf einer Yacht wie der AZUR 45 bringt das meist mehrere Vorteile.
Joystick-Anlegen
IPS-Systeme werden im Hafen meist mit einem Joystick bedient. Drücken Sie den Stick in die gewünschte Richtung, und das System koordiniert beide Pods: seitwärts, diagonal oder auf der Stelle drehend. Für viele Eigner, besonders wenn sie selbst fahren, wird das Anlegen in einer engen Marina so viel entspannter. Ihr Angebot nennt, welche Joystick- und Positionierungsfunktionen auf Ihrer AZUR 45 enthalten sind.
Effizienz
Weil die Propeller die Yacht durch ungestörtes Wasser ziehen und der Schub horizontal wirkt, gelten IPS-Anlagen bei Reisegeschwindigkeit allgemein als effizienter als vergleichbare Wellenantriebe. In der Praxis kann das weniger Verbrauch und mehr Reichweite mit demselben Tank bedeuten. Die genaue Ersparnis hängt von Rumpf, Beladung und Geschwindigkeit ab, daher nennen wir hier keine Zahl.
Komfort an Bord
Pod-Antriebe gelten meist als leiser und vibrationsärmer, weil die Abgase durch die Pods geführt werden und die Motoren weiter achtern sitzen können. Das unterstützt den niedrigen Geräuschpegel der AZUR 45 und schafft unter Deck Platz für die zwei Kabinen mit 2 m Stehhöhe.
Handling
Pods, die sich als Einheit drehen, sorgen für präzises, direktes Lenken bei Fahrt. Eigner beschreiben IPS-Yachten oft als leicht zu fahren, was zu einem Weekender passt, den verschiedene Familienmitglieder steuern.
Was Sie bedenken sollten
IPS ist ein Spezialsystem. Der Service wird meist von Volvo Penta geschulten Händlern durchgeführt, und Pods brauchen wie jedes Unterwasserteil regelmäßige Inspektion. Die Werft bietet weltweiten Service und Aftersales und denkt bei der Wartung mit.
IPS 600: die Einstiegswahl
Mit 2x 440 PS ist der IPS 600 das Basispaket einer Yacht, die je nach Motorisierung 30+ Knoten erreicht. Für die meisten Eigner, die die Yacht für Tagesausflüge und Wochenenden bei entspannter Geschwindigkeit nutzen, ist das ein sinnvolles, ausgewogenes Paket. Es ist die Basisspezifikation und der Bezugspunkt für den Preis ab EUR 1.359.500 zzgl. MwSt. und ohne Motoren (2026) der AZUR 45HT.
IPS 650: eine Stufe mehr
Der IPS 650 bringt 40 PS mehr pro Motor, also 2x 480 PS. Ein moderates Plus, das meist etwas mehr Reserve bietet, wenn die Yacht voll mit Gästen, Treibstoff und Wasser beladen ist oder wenn Sie bei kurzer Welle eine höhere Reisegeschwindigkeit halten möchten. Die Werft nennt den Preisunterschied in Ihrem Angebot.
IPS 800: maximale Leistung
Der IPS 800 liefert 2x 600 PS, insgesamt 1.200 PS. Er ist die Wahl für Eigner, die die höchste Geschwindigkeit der AZUR 45 wollen oder die Yacht als schnellen Tender oder Chase Boat nutzen. Mehr Leistung bedeutet bei Höchstgeschwindigkeit meist mehr Verbrauch, bei gleicher Reisegeschwindigkeit kann ein größerer Motor mit geringerer Last aber vergleichbar sein. Fragen Sie die Werft nach Höchstgeschwindigkeit und Preis dieser Option.
So wählen Sie
Ein paar Fragen weisen meist den Weg:
- Wie schnell fahren Sie tatsächlich? Wenn Sie meist entspannt unterwegs sind, reicht oft der Einstiegs-IPS 600.
- Wie stark beladen Sie die Yacht? Volle Gästezahl, volle Tanks und Ausrüstung bringen Gewicht. Mehr Leistung gibt mehr Reserve.
- Wie weit fahren Sie? Bei längeren Strecken kann die zusätzliche Leistung des IPS 800 die Zeit auf dem Wasser verkürzen.
- Wo nutzen Sie sie? Offenes Wasser und kurze Welle belohnen meist mehr Leistung, Flüsse und geschützte Gewässer weniger.
- Budget. Stärkere Optionen kosten in der Anschaffung mehr. Optionspreise auf Anfrage.
Am besten entscheiden Sie auf dem Wasser. Probefahrten finden an der Werft in Heusden statt.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Einstiegsmotor ist auf der AZUR 45?
Die AZUR 45HT kommt im Einstiegspaket mit 2x Volvo Penta IPS 600, also 2x 440 PS. Optionen sind IPS 650 und IPS 800.
Wie schnell ist die AZUR 45 mit IPS 800?
Die AZUR 45 erreicht je nach Motorisierung 30+ Knoten. Die genaue Höchstgeschwindigkeit mit 2x IPS 800 (2x 600 PS) nennt die Werft auf Anfrage.
Was ist der Vorteil von Volvo Penta IPS gegenüber Wellenantrieben?
IPS-Pods bieten im Vergleich zu klassischen Wellenantrieben meist Joystick-Anlegen, präzises Handling und effizientes Fahren bei Reisegeschwindigkeit. Sie gelten zudem allgemein als leiser und vibrationsärmer an Bord.
Ist Joystick-Anlegen inklusive?
IPS-Anlagen werden bei Hafenmanövern meist mit einem Joystick bedient. Auf der AZUR 45 enthält jedes Volvo Penta IPS-Paket den Joystick.
Kann ich auf der AZUR 45 Außenborder statt IPS wählen?
Die AZUR 45 wird mit Volvo Penta IPS spezifiziert. Eine Außenborder-Option mit Mercury V12-600 wurde für die Beachclub 40 besprochen. Mehr in unserem Vergleich von Außen- und Innenbordern.